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By Jenny Preunkert

Die Offene Methode der Koordinierung soll helfen, die anstehenden sozialen Probleme in Europa zu bewältigen, ohne die nationalen Kompetenzen in Frage zu stellen. Jenny Preunkert geht der Frage nach, inwieweit das Verfahren geeignet ist, einzelne Länder dabei zu unterstützen, gegen soziale Ausgrenzung vorzugehen. Die Ergebnisse von über 50 Interviews, die sie in Deutschland, Frankreich und Italien in den Jahren 2005 bis 2007 durchgeführt hat, zeigen, dass die Methode hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Es wurden nur einzelne Projekte beeinflusst, während der nationale Kampf gegen soziale Ausgrenzung europaweit nicht umfassend belebt und ausgebaut werden konnte.

Das Buch richtet sich an Dozierende und Studierende der Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten corporations- und Europaforschung.

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Dementsprechend weist de la Porte (2005) für die Entstehungsgeschichte der OMK/Inklusion nach, dass diese von der Kommission und den Mitgliedstaaten in Zusammenarbeit mit einigen europäischen Netzwerken mitentwickelt wurde. Offen blieb bisher allerdings, inwieweit die NGOs bei der Umsetzung des Prozesses auf europäischer Ebene beteiligt sind. Denn zeigt eine Analyse von Berghman und Okma (2003) über mehrere Konferenzen, die zu Beginn der OMK/Inklusion abgehalten wurden und auf denen die Ziele und die Gestalt des Prozesses konkretisiert werden sollten, dass die große Zahl an beteiligten Akteuren nicht zwangsläufig zu einer großen Offenheit führt.

Im Zuge des Aufbaus eines europäischen Binnenmarktes gaben die Regierungen Kompetenzen sowohl an den Markt als auch an die europäische Ebene ab. Auch übt der europäische Einigungsprozess einen mittelbaren Handlungszwang auf die nationalen Sozialsysteme aus. Daher kommen Amitsis et al. (2003: 33) zu dem Ergebnis, dass „social policy is no longer the ‚stepchild' of European integration“. Allerdings lässt sich auch erkennen, dass der Aufbau eines europäischen Sozialstaates aus inhaltlichen wie machtstrategischen Gründen unrealistisch ist (vgl.

Zwar wird in den nationalen Fallstudien immer wieder auf bestimmte nationale Rahmenbedingungen verwiesen, jedoch besteht weder ein umfassender Erklärungsansatz dazu noch eine systematische Untersuchung. Damit wird deutlich, dass die Umsetzung der OMK/Inklusion nur verstanden werden kann, wenn ihr Design und die nationalen Aneignungsstrategien und deren Folgen bekannt sind. Demnach muss ein Konzept entwickelt werden, das verständlich macht, wie die nationalen Gegebenheiten die Umsetzung der OMK/Inklusion mit ihrem speziellen Set an Instrumenten prägen, und wie sie 50 Debatten um die OMK/Inklusion gleichzeitig wiederum von dieser Implementierung beeinflusst werden.

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